
Neuigkeiten
01.03.2010
Quelle: "Ceci mal ganz anders" vom 01.03.2010
Geschrieben von Schülern der Klasse 5a des Ceciliengymnasium Bielefeld
Bielefeld (cg, hk). „Hier lang“, sagt Michael Grübel (41). Wir setzen uns an einen großen Tisch an dem neuen Arbeitsplatz des Schädlingsbekämpfers. Er ist gerade an die Elpke gezogen. Auf dem Tisch stehen dicke Bücher, ein verlassenes Wespennest, Ratten- und Mäusefallen.
„Wie sind Sie darauf gekommen, Schädlingsbekämpfer zu werden?“ „Wegen des Klimawandels - es gibt immer mehr Schädlinge“, antwortet er. „Macht Ihnen der Beruf Spaß?“ „Klar! Er ist so spannend!“ Wir stellen Herrn Grübel Fragen über Fragen. Es hört gar nicht auf. „Ist der Beruf nicht manchmal ekelig?“ „Naja, am ekeligsten ist der Kot“, findet er. Herr Grübel erzählt, dass die Rattus Rattus (gemeine Ratte) sich schon mal bei einem Kollegen im Arm festgebissen hat und sie tot stecken blieb, dazu später mehr.
Der Mann, der am liebsten Kakerlaken mag, erzählt uns, dass Schädlingsbekämpfer meistens Männer sind – es ist ein „typischer Männerberuf“. Er berichtet uns, dass in Großküchen, Restaurants und Bäckereien oft Schädlinge vorkommen. „Da gibt es oft Silberfischchen, Ratten, Mäuse und Kellerasseln.“
Etwas stinkt es schon nach Toilette, doch das macht uns nichts aus. Auf dem Tisch stehen zwei große Kästen mit dem Aufdruck: „Nicht reingreifen!“ und ein Kosmos Lupenbecher.
Wenige mögen sicher Kakerlaken und Schaben. Aber manche Schädlingsbekämpfer nennen sie „Lieblingsschädlinge“. So unser Schädlingsbekämpfer.
Manchmal werden Mitarbeiter bei der Arbeit verletzt, aber nicht ernsthaft. „Einmal hat mein Freund vergessen, an eine kistenähnliche Falle zu schlagen, um zu prüfen, ob eine Maus oder Ratte drin ist, da es eine Lebendfalle war. Er fasste direkt hinein, um einen neuen Köder auszulegen. Plötzlich biss ihn die gefangene Ratte. Er brachte die Ratte mit seinen eigenen Händen um, aber die Ratte hing weiterhin an seinem Arm fest. Daraufhin ging er zum Arzt und fragte, ob er etwas früher drankommen kann. Er ging durchs Wartezimmer auf die Tür des Arztes zu. Die anderen Wartenden beschimpften ihn, doch er hob nur das Tuch hoch, er hatte vorher ein Tuch über die Ratte gelegt, so dass die anderen schrien“, erzählte Michael Grübel.
In dem Kosmos Becher ist ein unbewohntes Wespennest. Die schwarzen Kästen sind Rattenfallen, die man öffnen kann. Manchmal passiert es, dass Ratten in das Mauerwerk gelangen und verrotten. Dann muss der Schädlingsbekämpfer mit einem Ozongenerator zum Einsatz. Das Ozon lässt dann den Geruch von dem toten Tier verschwinden. Gegen manche Plagekäfer kann man auch biologisch angehen, indem man einen bestimmten fliegenden Plagegeist mitbringt. Der legt die Eier in das Innere des Käfers und stirbt durch das Ausschlüpfen der Eier.
Der kleine Ausflug in die Welt der Plagegeister ist leider zu schnell vorbei.
Wie man Schädlinge bekämpfen kann
Bielefeld (dd). Schädlinge sind meist sehr gefährlich, dazu gehören z.B. die Ratten. Sie gehen in manche Restaurants, laufen über das Essen und hinterlassen oft ihr Geschäft. Sie sind aber auch sehr kluge Tiere. Wenn zum Beispiel eine Falle aufgestellt wird, die Schädlingsbekämpfer legen dazu z.B. einen giftigen Köder in eine Kiste, geht eine Ratte vor, um zu testen, ob das Essen giftig ist. Wenn die Ratte zurück kommt, geht die andere Ratte auch dahin, da es den Anschein hat, dass das Essen in Ordnung ist. Jedoch sind die Menschen etwas klüger, denn das Gift wirkt erst nach ein paar Stunden. Ratten können nicht besonders gut sehen, deswegen laufen sie meistens neben den Wänden und durch ihre Barthaare wissen sie genau, wo sie sind. Mäuse sind auch Schädlinge und ähneln den Ratten, sie sind nur viel kleiner und nicht so intelligent, dafür sehen sie aber besser.
Fachbegriffe:
Wanderratte: Ratte Norvegicus
Gemeine Ratte: Rattus Rattus
Deutsche Schabe: Blattela Germanica
Orientalische Schabe: Blatta Orientalis
INFOBOX
Von Frederic Fortmann
Die Kellerassel
graubräunlich mit sehr flachem Körper aus plattenartigen Segmenten. Sie kommt sehr häufig in feuchten Wäldern, Komposthaufen und feuchten Kellern vor.
Lebensweise: Asseln sind landbewohnende Krebse und atmen wie Fische durch Kiemen. Deshalb können sie nur an Orten überleben, die so nass sind, dass ihre Hinterbeine mit den Kiemen stets feucht gehalten werden. Asseln ernähren sich hauptsächlich von verrottenden Pflanzen.
Wissenswertes: Asselmütter tragen ihre Jungen 40-50 Tage lang am Bauch in einem Brustbeutel umher.
Die Silberfischchen
Merkmale: Etwa 1 cm großes, so genanntes "Ur-(tümliches) Insekt", das noch keine Flügel ausgebildet hat. Es hat einen silbrigen Körper, vorne mit zwei Antennen und mit drei Schwanzanhängen.
Vorkommen: Man findet sie häufig in älteren Wohnungen, was kein Zeichen für mangelnde Sauberkeit ist, sondern für vorhandene Versteckmöglichkeiten.
Lebensweise: Sie sind lichtscheu und nachtaktiv, fressen kleinste, organische Partikel und sind völlig haarlos. Sie huschen in Verstecke, sobald das Licht angeht.
Wissenswertes: Silberfischchen werden höchstens bei Massenauftreten an Vorräten lästig.
