
Neuigkeiten
12.01.2007
1. Die Staubläuse sind verwandt mit den Bücherläusen und gehören zu den in Deutschland lebenden 76 Arten von Copeognathen (Vertreter dieser Ordnung).
2. Fast alle Copeognathen, so auch die Staublaus, sind wasserscheue Tiere, jedoch aber feuchtliebend. So leben die meisten Arten an Stellen, wo die Luftfeuchtigkeit für die Entwicklung ihrer bevorzugten Nahrung („Schimmelpilze“) am günstigsten ist. Die Laus selbst vermehrt sich am besten bei 25° C – 30° C und 75 – 90% rel. Luftfeuchte. Es gibt jedoch auch Arten, die noch bei 8° C entwicklungsfähig sind.
3.Wenn Staubläuse in Wohn- und / oder Speicherräumen festgestellt werden, sollte immer eine Maßnahme zur Unterbindung der Schimmelbildung getroffen werden. Hier ist es gleich, ob der Schimmelbefall sichtbar oder als Geruch wahrnehmbar ist. Die Läuse ernähren sich von winzigen organischen Befällen, der von uns Menschen noch nicht zu ersehen ist, welcher aufgrund der bauphysikalischen Bedingungen jedoch schon im Wachstum angeregt wurde.
4.Eine Bekämpfung der Staubläuse durch Vergasung, etc. ist in der Regel zwecklos. Es sind nur Maßnahmen zweckmäßig, welches das Bauteil „trocken legen“ und somit den Schimmelbefall unterbinden. Die Läuse verschwinden dann von selber. In ihrem beschriebenen Fall wird es wahrscheinlich zu einen Taupunktausfall in der Konstruktion kommen, so dass das Schimmelwachstum angeregt wird. Die Läuse, welche normalerweise hinter Baumrinden etc. leben, sind jedoch auch auf jeder Gebäudehülle zu finden. Kommt es zu einen Wachstum von Schimmel in Innenräumen, so ziehen sie sich hierhin und vermehren sich in einen Rhythmus von 7 bis 21 Tagen (dies ist stark temperaturabhängig).
